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Hückeswagen

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19.05.2022

Erster Preis für „Hückeswagen abfallfrei“

Preisverleihung am 01.06. durch die Bundesumweltministerium

In der Zeit vom 20. - 28.11.2021 fand wieder die Europäische Woche der Abfallvermeidung statt. In diesem Jahr hieß es auch in Hückeswagen „Hückeswagen abfallfrei – sei dabei“. Die europaweite Aktion wurde dazu genutzt, alle Bürgerinnen und Bürger aufzufordern, eine Woche lang vollständig die Produktion von Abfällen zu vermeiden, indem sie bewusst einkaufen, konsumieren und verbrauchen. Die Aktion wurde durch zahlreiche Beiträge auf den Social-Media-Kanälen der Stadt begleitet und war mit einem Gewinnspiel verbunden.

Das Motto der Woche war „Wir gemeinsam für weniger Abfall – unsere Gemeinschaft für mehr Nachhaltigkeit.“

Mit dieser erfolgreichen Aktion hat sich die Stadt beim Wettbewerb „Beste Aktion zur Abfallvermeidung 2021“ der Koordinationsstelle der Europäischen Woche der Abfallvermeidung in Deutschland beworben und hat damit unter 1500 Teilnehmern den 1. Preis in der Kategorie „Alle weiteren Akteure“ gewonnen. Der 1. Preis ist mit einem Preisgeld von 1.000 Euro dotiert, das in zukünftige Projekte und Ideen zur Abfallvermeidung gesteckt werden soll.

Die Preisverleihung erfolgt am 01.06.2022 durch das Bundesumweltministerium auf der IFAT (Messe für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft) in München.



Zur Aktion „Hückeswagen abfallfrei – sei dabei“:

Häufig ist Zeit die Ausrede, weswegen die Menschen beim Einkaufen nicht darauf achten oder nach Alternativen suchen. Diese Woche sollte den unaufschiebbaren Zeitpunkt bieten, sich mit dem eigenen Konsumverhalten auseinander zu setzen und gezielt nach Alternativen zu suchen, die gar keinen oder zumindest weniger Abfall verursachen.

Um den Einstieg zu erleichtern hat die Schloss-Stadt Hückeswagen gemeinsam mit dem Bergischen Abfallwirtschaftsverband im Vorfeld auf dem zentralen Einkaufsplatz der Stadt Gemüsenetze, Stoff-Einkaufbeutel und Stoff-Brotbeutel verschenkt. Stets nach dem Leitgedanken die Verpackungen einzusparen, die alternativ genutzt worden wären. Für die Woche gab es keine direkten Ge- oder Verbote.

Hauptziel der Woche war es, sich bewusst mit dem eigenen Verhalten, den Produkten und möglichen Alternativen auseinander zu setzen. Dabei sollte auch die Müllproduktion im eigenen Haushalt überdacht und überwacht werden. Bevor die Lebensmittel oder Umverpackungen im Müll landen, sollte sich die Frage gestellt werden: „Kann ich aus diesem Produkt noch etwas machen?“. Ältere Lebensmittel oder Lebensmittelreste müssen häufig nicht weggeworfen werden. Meistens kann daraus noch die eine oder andere Leckerei entstehen. Eine braune Banane kann noch in Smoothies, Milchshakes oder Kuchen verarbeitet werden. Aus den alten, harten Brötchen wird Semmelmehl und das alte Brot zu Semmelknödeln und so weiter.  

Aber auch aus Verpackungen kann noch was Schönes entstehen. Hier gibt es unzählige Möglichkeiten Sachen umzugestalten oder so zu verarbeiten, dass sie auf neue oder andere Art und Weise wieder verwendbar sind, Stichwort „Upcycling“. Aus alten Konservendosen können Blumentöpfe oder Stifthalter entstehen, alte Pfannen können als Lampenschirme umgenutzt werden und alte Vorhänge könnten noch Kissenbezüge oder Puppenbettwäsche werden. Der Kreativität waren hier keine Grenzen gesetzt.  

Jedes Bisschen eingesparter Müll zählt und wird als Erfolg gewertet.

Die Aktion wurde von der Verwaltung täglich durch Videos mit Tipps zur Abfallvermeidung auf den Social-Media-Kanälen der Stadt begleitet. Die Tipps reichten von Upcycling alter Mandarinenkisten über die Nutzung von Mehrwegverpackungen bis zur korrekten Entsorgung einer Einwegmaske. Außerdem waren die Teilnehmer*innen und auch alle anderen aufgefordert, auf den Social-Media-Kanälen der Stadt ihre Erfahrungen, Tipps, Tricks und Ideen zur Abfallvermeidung in allen Facetten (Einsparen, Upcycling, Wieder- / Weiterverwendung, Recycling usw.) zu posten. So konnten sich alle einbringen, die etwas beitragen wollten.

Als Anreiz, an dieser Woche teilzunehmen, konnten die Teilnehmer*innen Einkaufsgutscheine der Unverpacktläden der Nachbarstädte gewinnen.

Die Aktion stieß auf viel positives Feedback. Die Teilnehmer*innen haben alle bestätigt, dass die Woche eine großartige Erfahrung war. Sie sind froh und dankbar über den Aufruf. Fast alle haben sich vorgenommen ihr Konsumverhalten in Bezug auf einige Sachen dauerhaft nach dem Prinzip der Abfallvermeidung zu verändern.


Weitere Informationen zum Wettbewerb