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Hückeswagen

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04.07.2017

Ratssaal ab sofort für jegliche Nutzungen gesperrt

Brandschutz des Schlosses wird überprüft

Ratssaal

Der gesperrte Ratssaal im Schloss

In der Ratssitzung am 29.06.2017 waren Fragen zum Brandschutz im Ratssaal des Hückeswagener Schlosses gestellt worden. Dabei ging es insbesondere um den zweiten Rettungsweg, der derzeit im Ratssaal nicht sichergestellt ist.

Aufgrund einer Anfrage bei der Bezirksregierung Köln hat die Bauaufsicht des Oberbergischen Kreises zusammen mit der Schloss-Stadt Hückeswagen die Örtlichkeiten besichtigt. Dabei wurde - wie bereits in der Sitzung mitgeteilt - festgestellt, dass die zweite „Tür“ des Ratssaales keinen Ausgang hat und nicht aufgeschlossen werden kann – dahinter befindet sich eine geschlossene Mauer.

Bürgermeister Dietmar Persian: „Ich bin seit Mitte der 70er Jahre bei der Schloss-Stadt beschäftigt und kann mich nicht erinnern, dass diese Tür jemals offen gewesen ist. Auch ehemalige Kollegen können sich nicht an einen anderen Zustand der zweiten Tür im Ratssaal erinnern.“


Ausschusssitzungen finden am Bahnhofsplatz statt

Dennoch bleibt festzuhalten, dass bei der vorhandenen Situation kein zweiter Rettungsweg für den Ratssaal gegeben ist. Vor diesem Hintergrund muss die Nutzung des Sitzungssaales ab sofort untersagt werden. Sitzungen können dort bis auf weiteres nicht mehr stattfinden.

Die Sitzungen der Ratsausschüsse und sonstiger Gremien werden ab sofort im Sitzungssaal am Bahnhofsplatz stattfinden. Die für den heutigen Tag angesetzte Sitzung des Betriebsausschusses Abwasserbeseitigung muss kurzfristig ins Museum umziehen, da der Sitzungsaal am Bahnhofsplatz bereits besetzt ist. Für die Ratssitzungen ist der Platz im kleineren Saal nicht ausreichend, dort müssen andere Lösungen – etwas in Schulaulen – gefunden werden.


In den letzten Jahren Priorität bei Schulen

Bürgermeister Persian: „Natürlich war mir klar, dass die brandschutztechnische Situation im Schloss problematisch ist. Es handelt sich um das älteste Gebäude der Stadt und Fragen des Brandschutzes haben bei den damaligen Bauherren nie eine Rolle gespielt. Fakt ist aber auch, dass Änderungen der Situation immer mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden sind.“

Bei der Schloss-Stadt Hückeswagen hat man in den letzten Jahren andere Prioritäten gesetzt. Persian „Es ist allgemein bekannt, dass die finanziellen Mittel der Schloss-Stadt begrenzt sind und viele Gebäude Nachholbedarf beim Brandschutz hatten. Wir haben deswegen in den letzten Jahren unser Augenmerk besonders auf den Brandschutz an den Schulen oder in der Mehrzweckhalle gelegt. Beim Umbau der Erich-Kästner-Schule waren sicher ein Drittel der Gesamtkosten für eine Verbesserung des Brandschutzes vorgesehen.“

Dabei ist auch das Schloss keineswegs vernachlässigt worden. So sind beispielsweise Brandlasten aus dem Gebäude entfernt worden und die oberste Etage wurde aus Sicherheitsgründen komplett geräumt. Persian „Auch der Einbau der Brandmeldeanlage vor einigen Jahren war ein weiteres Element, um die Sicherheit in dem historischen Gebäude zu verbessern“.

Brandschutzsachverständige zur Überprüfung des Schlosses

Die aktuelle Lage im Ratssaal wird aber nun zum Anlass genommen, die brandschutztechnische Situation im Schloss nochmals komplett zu überprüfen. Persian „Wir werden mit einem Brandschutzsachverständigen und Baufachleuten in Abstimmung mit der Bauaufsicht eine Überprüfung des Schlosses vornehmen lassen. Dabei gehe ich aber davon aus, dass es mit einem Durchbruch durch die Wand des Ratssaales nicht getan sein wird. Hier werden aufwändigere Maßnahmen am Schloss notwendig werden.