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Hückeswagen

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22.01.2020

Architektenworkshop „Schloss Hückeswagen“

Die Ergebnisse des Architektenworkshops wurden vorgestellt

Das Schloss Hückeswagen bildet das Ankerprojekt des ISEKs bzw. des Regionale2025 Prozesses und benötigt demnach weitere Konkretisierungsschritte. Die Regionale2025 als Förderkulisse gibt Handlungsfelder und Ziele vor, in denen sich ein Projekt wiederfinden muss. Die Aufgabe bei der Umnutzung des Schlosses ist es, einen Mehrwert für Hückeswagen und seine Bürger zu entwickeln und gleichzeitig überregionale Strahlkraft zu entfalten, in dem die Ziele der Regionale2025 verfolgt werden.

Der erste Schritt ist es, eine Nutzungsidee zu entwickeln, die das Schloss fortan mit Leben füllen soll. Vorrangegangene Arbeitsschritte haben gezeigt, dass die Frage einer neuen Nutzungsidee stark vom vorhandenen Raum bzw. den Anbaumöglichkeiten abhängt.  Aus diesem Grund wurde zur Aufklärung der beabsichtigten Nutzungsänderung bzw. baulichen Veränderungen am 21.11.2019 ein Architektenworkshop durchgeführt, zu dem vier Architekturbüros eingeladen wurden. Bei der Auswahl der Büros wurde vor allem darauf geachtet, dass sie Erfahrungen mit historischer Bausubstanz aufweisen und aus der näheren Region kommen. Unter den durchgeführten Projekten der Büros finden sich z.B. Haus Altenberg oder der Bayenturm in Köln wieder. Eingeladen waren die Büros Gernot schulz: Architektur, Gatermann + Schossig Architekten GmbH, Team 51.5° Architekten und PASD FeldmeierWrede Architekten.

Ziel dieses Workshops war es demnach, erste Umgestaltungsideen zu sammeln und eine Aussage zu baulichen Veränderungen am Gebäude zu erlangen. Die Büros hatten die Aufgabe, erste konzeptionelle und bauliche Ideen für Schloss und Schlossplatz zu erarbeiten. Diese wurden dann am Präsentationstag vorgestellt und diskutiert. Die Ausarbeitungen der Büros ergaben sehr unterschiedliche Konzeptionen und Ergebnisse, die sich in verschiedenen Nutzungen und baulichen Veränderungen aufzeigten.

Hier zusammengefasst die Ergebnisse der vier Büros:

  • Gatermann + Schossig hebt die schöne Hülle des Schlosses hervor, der lediglich ein angemessener Inhalt fehlt. Im Rahmen der Nutzungsidee soll in drei Schritten ein Ort zum Verweilen für Bürger und Besucher entstehen. Im ersten Schritt soll auf dem Schlossplatz ein temporärer Holzpavillon mit vier „Armen“ errichtet werden, der als Museum oder Café genutzt werden kann. Im zweiten Schritt soll das Schloss zu einem Hotel mit Gemeinschaftsräumen und bis zu acht Zimmern umgebaut werden, das in einem dritten Schritt durch einen Anbau an der Nordseite erweitert wird. Hier kann beispielsweise ein Wellness-Hotel mit Blick ins Grüne entstehen.
  • Das Team von gernot schulz : architektur hat sich als Ziel gesetzt, Öffentlichkeit zu erzeugen, Einnahmequellen zu generieren und die Region zu repräsentieren. Darüber hinaus soll Geschichte lesbar gemacht, Vereine einbezogen sowie das Schloss von innen heraus gestärkt werden. In der Idee soll der Schlossplatz in seinem jetzigen Zustand erhalten bleiben und ggf. mit Außengastronomie aufgewertet werden. Im Inneren soll eine Funktionsmischung mit folgenden Nutzungen und Bereichen entstehen: Gastronomienutzung bzw. Shop, neues Entree mit Information, Veranstaltungsräume, museale Nutzung zum Thema Wald-Wasser-Stein mit Bezug zur Regionale, Co-Working-Spaces, Gästezimmer und Bibliothek. Eine Besonderheit stellt die Entfernung der Decke im Heimatmuseum/Ratssaal dar, um den Raum wieder in seiner vollen Höhe für Veranstaltungen nutzen zu können. Darüber hinaus soll der Dachboden ausgebaut und als Bibliothek oder zum Übernachten genutzt werden. Treppenhäuser können ggf. angebaut werden.
  • Das Team von PASD Feldmeier Wrede hat sich das Ziel gesetzt, „groß und weit“ zu denken und Vergangenheit und Zukunft zu verbinden. Das Schloss soll zu einem blauen Wasserschloss mit grünem Ratssaal umgebaut werden. Das Team sieht zunächst einen Turm als Schloss-, Wasser- bzw. Leuchtturm vor, in dem ein Aufzug installiert wird. An die Innenwände des Aufzugs können Filme projiziert werden. Von der Bahnhofstraße soll ein museal gestalteter Tunnel/Shortcut (beispielsweise zum Thema Wasser) entstehen, von dem aus Besucher in den Aufzug steigen und bis zum Schloss hinauffahren können. Daneben soll der Vorplatz des Schlosses um ein Geschoss nach unten verlegt werden, um eine großräumige Treppe sowie beispielsweise eine Gastronomienutzung beherbergen zu können. Darüber hinaus sollen die Zwischendecken im Ratssaal entfernt und ein grüner Ratssaal, z. B. mit Aquaponik-Restaurant, entstehen. Am Standort des Rosengartens kann ein Seerosengarten entstehen. Das Schloss soll somit zu einem überregionalen Leuchtturm entwickelt werden.
  • Das Architekturbüro von team 51.5° architekten hebt die Eigenarten und Besonderheiten des Schlosses wie die Treppen, den Stuck, das Turmarchiv und die dicken Wände hervor. Bei der Nutzungsidee soll das Thema Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt gestellt und somit nur die wirklich benötigten Flächen instand gesetzt werden. Ziel des Konzepts ist es, einen öffentlichen Ort für die ganze Gesellschaft zu schaffen. Dafür sollen alle entfernbaren Wände entfernt werden, um große Räume zu schaffen. Es sollen eine Gastronomienutzung, Veranstaltungsräume, Co-Working-Spaces, Seminar- und Lernräume sowie ein Museum bzw. eine Ausstellung entstehen, wobei die Eigenarten des Gebäudes erhalten bleiben sollen. Unterhalb des Schlossplatzes kann im Keller ein weiterer Saal entstehen, und notwendige Räume für Treppenhäuser oder Toiletten können als Anbauten an der Nordseite angeschlossen werden. Das Dachgeschoss soll nicht genutzt werden.

Mit den Ergebnissen aus den bisherigen Arbeitsschritten stehen nun folgende Aufgaben an:

   1. Konkretisierung des Nutzungskonzeptes
   2. Machbarkeitsstudie zum baulichen Sanierungsaufwand
   3. Wettbewerb unter Beteiligung von Teams aus Architekten und Ausstellungsmachern
   4. Erstellung eines Finanzierungs- und Betreiberkonzeptes
   5. Weitere Planung und Beratung der Finanzierung und Förderung

Die Ergebnisse der einzelnen Architekturbüros wurden am 20.01.2020 im Ausschuss für Stadt- und Verkehrsplanung, Wirtschaftsförderung und Umwelt mit einer Präsentation vorgestellt.