Die richtige Entscheidung
Persönliche Erklärung von Bürgermeister Uwe Ufer zum NRW-Tag
Ende des Jahres 2009 haben wir uns nach langen Überlegungen entschlossen, uns für die Ausrichtung des NRW-Tages zu bewerben. Der Grund für diese Entscheidung war, mit diesem herausragenden Ereignis die Stadt überregional bekannt zu machen, um später einen positiven Effekt für die Wirtschaft und den Tourismus in unserer Stadt zu erzielen. Dies ist uns zum Teil bereits jetzt mit der Aufmerksamkeit, die wir mit den Vorbereitungen auf uns ziehen konnten, gelungen.
Das Konzept unserer Bewerbung war so bisher in Nordrhein-Westfalen noch nicht dagewesen. Der zentrale Punkt war die breite Beteiligung von Bürgern, Vereinen und Industrie, die mit Leidenschaft und Freude die Gäste aus dem ganzen Land begrüßen sollten.
Dieses Konzept hat auch das Land überzeugt, so dass wir am 2. März 2010 den Zuschlag für die Ausrichtung des NRW-Tages 2013 erhalten haben.
Seit dieser Zeit haben wir intensiv an der Umsetzung des Konzeptes gearbeitet. Wir hatten dabei das außerordentliche Glück, dass ein Großteil der Bürger sich auf den Tag gefreut hat und bereit war, ehrenamtlich hart für dieses Fest mitzuarbeiten.
Natürlich haben wir alle bei dem Unglück auf der Loveparade erschrocken auf die furchtbaren Bilder geschaut und uns geprüft, ob unser Weg der richtige ist. Die hinzugezogenen Experten haben uns aber überzeugt, dass Lösungen für alle Probleme, die eine Großveranstaltung in einer Kleinstadt mit sich bringt, gefunden werden können.
Allerdings erforderte das nun notwendige Sicherheitskonzept die Beteiligung verschiedener Fachbehörden. Leider mussten wir von Beginn an feststellen, dass unsere Leidenschaft für den NRW-Tag nicht überall geteilt wurde.
Die Verantwortung für eine derartige Großveranstaltung und die Sicherheit der Menschen trägt immer in erster Linie der Bürgermeister. Die Sicherheitsbehörden begleiten die Veranstaltung dabei durch Genehmigungen. Nach Duisburg sind die Standards verständlicherweise deutlich gestiegen. Vermutlich hätten wir auch diese nun höheren Standards erfüllen können, aber der NRW-Tag wäre dann nicht mehr der gewesen, den wir uns vorgenommen
hatten. Besonders betrübt mich, dass ich mir in den letzten Wochen auch die Frage stellen musste, ob wirklich alle ein Interesse an einer reibungslosen Organisation des Festes haben.
Aus diesem Grund habe ich mich schweren Herzens am Morgen des 24. Mai entschlossen, dem Ministerium für Inneres und Kommunales mitzuteilen, dass ich unter diesen Bedingungen nicht mehr bereit bin, die volle Verantwortung hierfür zu übernehmen. Das Ministerium hat diese Entscheidung akzeptiert und auch zugesagt, dass der Stadt dadurch kein finanzieller Schaden entstehen wird.
Auch rückblickend halte ich die Entscheidung, sich für den NRW-Tag zu bewerben, für richtig, bedaure aber, dass dies jetzt nicht umgesetzt werden kann. Wir müssen aber auch in Zukunft daran arbeiten, die Aufmerksamkeit auf unsere Stadt im Herzen des Bergischen Landes zu richten.
Ich bitte alle Bürger, Vereine und Unternehmer unserer Stadt um Verständnis für meine Entscheidung.
Uwe Ufer
Bürgermeister

















